Mediaplus Austria steuert Kampagnen nach Strommix
15.07.2026
Mit NE.R.O. Smart Data CarbonCut koppelt die Mediaagentur digitale Werbung an Echtzeit-Daten zur CO₂-Intensität. Erste Tests zeigen: 28 Prozent weniger Emissionen pro Impression – ohne Reichweitenverlust.
Kampagnensteuerung folgt Energiewende
Digitale Werbung verursacht relevante CO₂-Emissionen. Eine einzelne Multichannel-Kampagne kann über 200 Tonnen CO₂ erzeugen. Der Grund: Energieverbrauch der Infrastruktur. Mediaplus Austria setzt mit NE.R.O. Smart Data CarbonCut direkt an diesem Hebel an.
Das System verknüpft Echtzeit-Daten zum aktuellen Strommix mit der programmatischen Kampagnensteuerung. Die Logik: Werbung wird gezielt in Zeitfenstern ausgespielt, in denen der Energie-Mix emissionsärmer ist. Zeiträume mit hohem Kohle- oder Gasanteil werden automatisch gemieden.
Schwellenwerte statt Bauchgefühl
Vor Kampagnenstart werden konkrete CO₂-Schwellenwerte definiert. Über APIs fließen die Energie- und Marktdaten in den Media Tech Stack ein. Das System entscheidet automatisch: Kampagne läuft oder pausiert. Die Ausspielung verschiebt sich in emissionsärmere Phasen – Reichweite und Performance bleiben stabil.
In ersten Kampagnen wurden Einsparungen von bis zu 28 Prozent CO₂ pro Impression erreicht. Die Reduktion ist messbar und dokumentierbar – relevant für ESG-Reporting und Nachhaltigkeitsziele.
Neue KPI für Media-Optimierung
Der Ansatz erweitert klassische Steuerungsparameter. Kampagnen werden nicht nur nach Zielgruppe oder Performance optimiert, sondern auch nach ökologischem Impact. Komplexe Zusammenhänge aus Stromproduktion, Anteil erneuerbarer Energien und regionalen Gegebenheiten werden in konkrete Mediaentscheidungen übersetzt.
Die Optimierung läuft im Hintergrund, ohne manuellen Eingriff. Nachhaltigkeit wird so zum integrierten Bestandteil der Media-Strategie.