Risiken ohne Angstappelle vermitteln

Herausforderung

Nach der Cannabis-Legalisierung am 1. April 2024 unterschätzen viele junge Fahrende die Risiken von Cannabis im Straßenverkehr. Regeln und Sanktionen? Oft unbekannt. Gefahren? Häufig verdrängt.

Eine Umfrage zeigte, dass 74 % der Deutschen die Regeln zu Marihuana am Steuer nicht kennen. Um dem dringenden Aufklärungsbedarf entgegenzukommen, benötigte der Deutsche Verkehrssicherheitsrat (DVR) eine wirksame Präventionskampagne, die insbesondere der Hochrisikogruppe der jungen Menschen einen sicheren Umgang mit Cannabis im Straßenverkehr vermittelt und hilft, Unfälle zu vermeiden.

Unsere Aufgabe: Die Hochrisikogruppe der 18- bis 24-Jährigen direkt abholen – mit positiver, authentischer Kommunikation, die nicht belehrt, sondern neugierig macht. Das Ziel ist es, Wissen zu vermitteln, Mythen zu brechen und Alternativen aufzuzeigen, die cooler sind als selbst hinter das Steuer zu steigen. Denn wer high fährt, riskiert mehr als nur Punkte – und wer Verantwortung übernimmt, kommt sicher ans Ziel.

Positive Handlungsalternativen statt erhobener Zeigefinger

Lösung

Positive Botschaften auf Augenhöhe statt Verbote oder Belehren – denn Prävention erreicht junge Menschen, wenn sie sich verstanden und nicht bevormundet fühlen. Der Verzicht aufs Selberfahren wird humorvoll als Lifestyle inszeniert – statt Du-darfst-nicht-fahren heißt es Lass-dich-chauffieren! Die einprägsame Botschaft „High fährt nicht. High lässt fahren!“ vermittelt richtiges Verhalten und adelt sichere Alternativen. Auf der Kampagnen-Website www.high-lässt-fahren.de klären wir auf und erklären, welche Regeln gelten. Mit spielerischen Quiz-Elementen entkräften wir gängige Mythen und geben Tipps für richtiges Verhalten.

Der Fall vereint die Bereiche Strategie, Kreation, Digital- und Content-Kommunikation, Social Media sowie Event-Organisation. Die Umsetzung umfasste eine bundesweite Awareness-Kampagne Online, Social Media, im Kino und im Radio, ergänzt durch eine eigene Website mit interaktiven Quiz- und Mythen-Checks. Auch Fahrschulen und Polizeien in ganz Deutschland integrierten unsere Kampagne in ihre Präventionsarbeit.

Zusätzlich setzten wir Deutschlands erste Roadshow zur Cannabis-Prävention im Straßenverkehr um. Mit einem Truck und großen Ausstellungszelt tourte die Roadshow durch ausgewählte Städte, um das Thema für die junge Zielgruppe mit interaktiven Angeboten erlebbar zu machen. Mit einem Pkw- und E-Scooter-Fahrsimulator, Rauschbrillen-Parcours und einer Reaktionswand wird Prävention greifbar und nachhaltig an über 1.000 SchülerInnen, Auszubildende und BerufsanfängerInnen vermittelt. Die Aktion wird auch seitens der Bundesregierung unterstützt: Die Schirmherrschaft der Roadshow hat Prof. Dr. Hendrik Streeck, der Beauftragte der Bundesregierung für Sucht- und Drogenfragen, übernommen.

 

Key Facts

163

Kontakte
offline & online

1

Roadshow
zur Cannabis-Prävention
im Straßenverkehr

1000

aktive
Roadshow Teilnehmende

"Diese Kampagne hat bewiesen, dass Prävention dann funktioniert, wenn sie Haltung zeigt und Menschen emotional abholt. ‚High fährt nicht. High lässt fahren‘ verbindet Verantwortungsbewusstsein mit Leichtigkeit – und bringt das Thema Verkehrssicherheit in die Lebenswelt junger Menschen."

Marina Beyer

Kampagnenreferentin & Projektleitung

Deutscher Verkehrssicherheitsrat

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Cornelia Göbel
Cornelia Göbel
Serviceplan Berlin
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