Neue Zine „The Cultural Cod3“
Zwischen Chance und Risiko: Serviceplan Culture und Serviceplan AI Lab veröffentlichen „The Cultural Cod3“ – neue Zine beleuchtet das Spannungsfeld zwischen KI und Subkultur im Marketing
09.03.2026
München/Hamburg, 9. März 2026 – Serviceplan Culture und das Serviceplan AI Lab veröffentlichen mit „The Cultural Cod3 – Was passiert, wenn Code Kultur editiert?“ eine Zine, die zentrale Fragestellungen an der Schnittstelle von künstlicher Intelligenz, Verantwortung und Subkultur adressiert. Das im DIY-Pocket-Format gestaltete Magazin richtet sich an Marketingverantwortliche, Kreative, Technolog:innen und Kulturschaffende, die vor der Herausforderung stehen, KI verantwortungsvoll in kulturellen Kontexten einzusetzen.
Die 64-seitige Publikation untersucht, wie generative KI kulturelle Codes verändert, welche Risiken für Authentizität in digitalen Räumen entstehen und wie Marken in diesem Spannungsfeld agieren können, ohne kulturelle Integrität zu verlieren. Behandelt werden unter anderem die Nachhaltigkeitsversprechen von Technologie in der Werbung, die Frage nach der „Rebellionsfähigkeit“ von KI sowie Themen wie algorithmische Verzerrung und die fortschreitende Kommerzialisierung von Subkulturen. Zudem wird diskutiert, was in einer Welt von Avataren und Alter Egos überhaupt noch als „real“ gilt.
DIY-Zine als bewusst gewähltes Format für Dialog und Widerspruch
„Bei der Entwicklung der Zine haben wir uns immer wieder gefragt, ob KI bereits Teil der kulturellen Infrastruktur oder sogar ein Betriebssystem für Kultur geworden ist. Denn sie ist längst kein reines Werkzeug mehr, sondern ein System, das mitentscheidet, welche Stimmen gehört, welche Bilder gesehen und welche Bewegungen verstärkt werden“, sagt Sven Labenz, Managing Director Serviceplan Culture. „Dieses Spannungsfeld wollen wir sichtbar machen – und gezielt den Dialog mit Marken, Entwickler:innen und Kulturschaffenden anstoßen.“
Im Zentrum der Zine steht das Konzept der „Cultural Intelligence“ – ein von Serviceplan Culture und dem Serviceplan AI Lab entwickeltes Framework aus sechs Prinzipien (De/Code, Co/Create, Cr/edit, Cu/rate, Feed/back, Mut/ate). Es soll Organisationen dabei unterstützen, KI nicht nur effizient, sondern auch kulturell verantwortungsvoll einzusetzen. Die These: In einer Welt, in der technologische Exzellenz zunehmend zur Commodity wird, avanciert kulturelle Intelligenz zum entscheidenden Differenzierungsfaktor.
KI kann analysieren und skalieren – aber nicht rebellieren
„Viele Missverständnisse entstehen, weil Technolog:innen Kultur als Datensatz betrachten, während Kreative KI ausschließlich als Werkzeug verstehen“, erklärt Sarah Götz, Director AI Strategy & Consulting im Serviceplan AI Lab. „Beide Perspektiven greifen zu kurz. KI kann analysieren, skalieren und optimieren – aber sie kann weder Subtext lesen noch Ironie verstehen oder das Unausgesprochene erfassen. Diese Fähigkeit bleibt menschlich. Deshalb braucht es einen produktiven Dialog zwischen beiden Welten.“
Die Zine stellt zudem grundlegende Fragen: Wem gehört Kreativität, wenn KI auf Millionen von Werken trainiert wird? Wird Authentizität zum Luxusgut, wenn Inhalte beliebig generierbar sind? Und wie lässt sich verhindern, dass algorithmische Systeme bestehende gesellschaftliche Vorurteile reproduzieren und verstärken?
Das Design der Zine stammt von Lena Gerbert (CLIQUE G), gedruckt wurde sie im Münchner Risographiestudio Herr & Frau Rio. „The Cultural Cod3“ ist ab sofort als Printausgabe erhältlich und kann unter diesem Link bestellt werden.