Launch von Street Culture Dialogues
v.l.n.r. Jonathan Wronn, Leo Preisinger, Niko Backspin. Bildrechte: Street Culture Dialogues / Niels Freidel
Von der Straße in den Boardroom: Serviceplan Culture und fine lines Marketing launchen „Street Culture Dialogues"
12.02.2026
Kulturelle Dialog-Plattform verbindet Marken und Produkte mit Skateboarding-, BMX-, Streetball- und Breaking-Communities – jenseits klassischer Sponsoring-Logiken.
Hamburg/Köln, 12. Februar 2026 – Serviceplan Culture und fine lines Marketing gründen gemeinsam „Street Culture Dialogues" – die erste professionelle Plattform im deutschsprachigen Raum, die den Dialog zwischen Urban Sports Communities, Athlet:innen und Marken auf Augenhöhe ermöglicht. Mit Podcast, Newsletter, Community-Events und strategischer Beratung schaffen die beiden Cultural Engagement Agenturen einen Raum, in dem kulturelle Authentizität und kommerzielle Zusammenarbeit sich gegenseitig verstärken statt widersprechen.
Partnerschaften zwischen Marke und Sport – ohne Glaubwürdigkeit zu verlieren
Skateboarding, BMX, Breaking, Parkour, Streetball, Snowboarding oder Surfing sind mehr als Sport: Sie repräsentieren eigenständige Kulturen mit authentischen Communities, künstlerischen Ausdrucksformen und gesellschaftlicher Relevanz. Während diese Disziplinen den Weg von der Straße zu den Olympischen Spielen gemeistert haben, stehen sowohl Communities als auch Marken vor Herausforderungen.
„In urbanen Kontexten braucht es heute mehr als klassisches Sportsponsoring", erklärt Niko Backspin, Managing Partner bei Serviceplan Culture. „Communities reagieren sensibel darauf, wenn Marken ohne echtes kulturelles Verständnis auftreten. Gleichzeitig wissen viele CMOs, wie wichtig der Zugang zu diesen hochattraktiven Zielgruppen ist – und wir unterstützen sie dabei, diesen Zugang respektvoll und nachhaltig aufzubauen.”
Empowerment statt Instrumentalisierung
Street Culture Dialogues verfolgt einen dezidiert partnerschaftlichen Ansatz: Die Plattform gibt nicht nur Marken Zugang zu Communities, sondern befähigt Athlet:innen, politische Stakeholder, Event-Organisator:innen und kulturelle Protagonist:innen, ihre Position gegenüber kommerziellen Partnern zu stärken.
„Wir sehen zu oft, dass talentierte Skater:innen oder B-Boys Deals unterschreiben, die ihre Glaubwürdigkeit in der Community ruinieren – weil niemand ihnen gezeigt hat, wie sie ihre kulturelle Integrität absichern können", sagt Jonathan Wronn, Gründer von fine lines Marketing. „Street Culture Dialogues übersetzt in beide Richtungen: Wir erklären Marken die kulturellen Codes. Und wir geben Communities das Wissen, um wirtschaftlich erfolgreich zu sein, ohne sich zu verkaufen."
Formate für nachhaltigen Dialog
Street Culture Dialogues startet bewusst mit einem Multi-Format-Ansatz: Im eigenen Podcast sprechen Leo Preisinger und Niko Backspin ab März mit Athlet:innen, Fotograf:innen, Event-Organisator:innen und Marken-Strateg:innen über die Balance zwischen kultureller Authentizität und kommerziellem Erfolg. Mit dabei sind u.a. Pro-Skaterin Steffi Wolter über Female Empowerment in männerdominierten Szenen oder Breaking-Pionier Marco Baaden über Cultural Appropriation nach Paris 2024 und Pro-Snowboarder Ethan Morgan über die Bedeutung von Communities im Leistungssport.
Community-Events mit Panel-Diskussionen, strukturiertem Networking und kulturellem Rahmenprogramm sind für 2026 im Rahmen der SKTW in Berlin sowie während Flat du Palais in Stuttgart geplant. Das Format feierte bereits Premiere mit großem Erfolg im Herbst 2025 im Hamburger Haus der Kommunikation der Serviceplan Group. „Wir wollen Räume schaffen, in denen der Dialog zwischen Marketing-Entscheider:innen und Athlet:innen möglich ist, aber auch beispielsweise Kreative und Kulturschaffende aus diesen Communities Austausch finden”, sagt Wronn. Interessenten können zudem einen kostenfreien Newsletter via Substack abonnieren.
Expertise trifft kulturelle Legitimation
Hinter Street Culture Dialogues stehen zwei Agenturen mit komplementären Stärken: Serviceplan Culture bringt strategische Expertise aus Cultural Engagement Projekten für Kunden wie die Rügenwalder Mühle, den FC St. Pauli, Indeed, NicNac’s oder die Techniker Krankenkasse ein. Die Kölner Agentur fine lines Marketing verfügt über tiefe Verwurzelung in Urban Sports Communities und langjährige Beziehungen zu Protagonist:innen, Event-Organisator:innen und Athlet:innen. Das Team um Jonathan Wronn und Leo Preisinger steht u.a. hinter der SKTWK, Deutschlands wichtigster Skateboarding-Veranstaltung.
„Wir haben in den letzten Jahren gesehen, wie Sportarten wie American Football und Basketball in Deutschland mit Marken-Partnerschaften durchgestartet sind”, so Niko Backspin. „Bei Urban Sports ist es anders: Diese Kulturen sind bereits da – auf Straßen, in Parks, in den Kleiderschränken. Sie brauchen keine Missionierung, sondern Professionalisierung und Marken, die bereit sind, echte Partnerschaften einzugehen."